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Dienstag, 15. August 2017

Tunika Modell 116A Burda Style 03/2017

Nachdem ich länger auf die Nähmaschine verzichten musste, hat mir diese Tunika wirklich viel Freude beim Nähen bereitet.

Den Baumwollstoff in hellblau mit winzigen eingewebten weißen Pünktchen habe ich vor einigen Wochen spontan mal gekauft und er passt, wie ich finde, einfach sehr gut zu diesem Schnitt und trägt sich auch bei sommerlichen Temperaturen sehr angenehm.

Zu blauen Farbtönen greife ich gerade im Sommer immer wieder gerne. 

Den Schnitt gab es schon in verschiedenen Varianten auf unterschiedlichen Blogs zu sehen und ich würde ihn auch uneingeschränkt weiterempfehlen. Wenn man die Nahtzeichen für den Ausschnitt sorgfältig überträgt, lässt sich die Tunika wirklich problemlos nähen.


Nun dürfen gerne noch ein paar Sommertage kommen;)

Viele Grüße
Friedalene

Sonntag, 4. Juni 2017

Upcycling - T-Shirt mit Flamingo

Mein großer Sohn spielte Fußball im Verein seit er 5 Jahre alt war und so kam es, dass wir die Wochenenden regelmäßig auf dem Fußballplatz verbrachten. Bei den Jugendfußballturnieren gab es öfters auch eine Tombola und bei einem dieser Events gewann der kleine Bruder ein T-Shirt. Wahre Freude kam nicht auf, denn es war ein blaues, rießiges XXL-T-Shirt mit Postbank-Label, also das Gegenteil eines coolen Gewinns :)

Auch Jahre nach dem Gewinn ist keiner meiner drei Männer in diese Größe hineingewachsen, aber wegschmeißen wollte ich das gute Stück auch nicht, denn es ist aus einem richtig guten Jersey und daraus sollte sich doch was machen lassen, oder?

Hinzu kam, dass ich seit kurzem ein Faible für Stoffe mit Flamingodruck entwickelt habe, aber bei den Stoffhändlern in der Nähe leider nur Drucke mit eher kindlichem Charme zu bekommen waren. 

Das Gespräch im Stoffladen vor Ort lief etwa so ab: 
Ich: "Entschuldigen Sie, ich suche einen Stoff mit Flamingo-Druck, allerdings nicht für Kinder..."
(Im Regal lag ein Stoff, der für Mädels über drei Jahren nicht geeignet war)

Die Verkäuferin: "Sie meinen einen Stoff, den auch Frauen jenseits der 40 gut tragen können?"

Ich: "Genau!"

Die Verkäuferin: "Tja, sowas hatte ich beim Chef bestellt - schließlich ist das Tropicana-Thema mit Flamingos und Ananas ja gerade richtig in - und bekommen habe ich das hier..."
Damit deutete sie auf einen quietschbunten, oberkitschigen Stoff.

Wir haben uns noch sehr nett unterhalten und zum Schluss raunte sie mir noch zu: "Ich habe meinen Stoff für ein Flamingo-Shirt im Internet gefunden."


Also war das hier meine Ausgangslage:




Das Postbank-T-Shirt in XXL, die aktuelle Ausgabe von La Maison Victor mit dem T-Shirt-Schnitt Odette und ein paar Flamingos aus dem Internet in verschiedenen Größen.

Erstmal wurde das Shirt auseinandergenommen und dann nach Schnittmuster Odette in Größe 40 neu zugeschnitten, übrig blieb dann vom T-Shirt nicht mehr viel...





Die Schulternähte verstärke ich bei T-Shirts eigentlich immer, damit sie nicht verziehen. Oft ist dies in der Anleitung vorgesehen, nicht so bei La Maison Victor. Ich benutze entweder aufbügelbares Nahtband oder fasse passendes Satinband mit wie in diesem Fall:





Satinbänder finden sich ja oft an gekauften Oberteilen und dienen dazu, die Ware auf dem Bügel zu halten. Ich schneide die dann meistens ab, da sie bei Tragen gerne nach außen rutschen, hebe sie allerdings auf, da sie sich gut beim Nähen wiederverwenden lassen.

Die Idee, selbst ein Flamingo-Motiv auf Stoff zu malen, kam mir nach dem Post von Mississbibi beim MMM.  Sie hatte einen Link zur Anleitung von Kinderleicht & Schön hinterlegt, die zeigt, wie man ohne Plotter dank einer Schablone aus Papier und Frischhaltefolie eigene Kreationen auf den Stoff zaubern kann.

Das hat mich total fasziniert - Drucker, Papier, Backpapier, Frischhaltefolie, ein Bügeleisen und Stoffmalfarbe und schon kann es losgehen! Und von den notwendigen Materialien war ausser der Stoffmalfarbe schon alles vorhanden. Besser geht es wohl nicht.

Außerdem war meine Überlegung, wenn es nichts werden würde, dann wäre dank der Verwendung des alten T-Shirts ja auch nicht so viel verloren.

Also gings los: Die Frischhaltefolie wurde auf die Vorlage gebügelt und ausgeschnitten und auf das T-Shirt gebügelt...



... ausgemalt und trocknen gelassen...


... Papier samt Folie nach dem Trocknen abgezogen und die Farbe durch Bügeln fixiert...
 

 ... fertig! 

Das Herstellen der Schablone und Aufmalen auf den Stoff hat ca. 30 - 40 Minuten gedauert. Trocknen durfte es dann über Nacht. Der Aufwand ist also wirklich nicht groß.

Und so sieht das fertige Shirt aus:



Tragefotos gibt es ein andermal :)

Mir hat das richtig, richtig Spaß gemacht und ich werde diese Technik, Schablonen herzustellen und Shirts mit Stoffmalfarbe selbst zu verzieren, sicherlich mal wieder anwenden. Vielen Dank an dieser Stelle nochmals an Bibi für die Inspiration!

Mein Blog macht jetzt eine kleine Pause, aber ich hoffe wir sehen uns im August / September wieder. Bis dahin wünsche ich euch eine gute Zeit, genießt den Sommer, tut euch was Gutes und bleibt gesund!

Friedalene

Mittwoch, 31. Mai 2017

MMM - Ikatmuster-Sommerkleid

Rechtzeitig zu den heißen Temperaturen ist mein neues, luftiges Sommerkleid mit Ikatmuster fertig geworden.




Genäht habe ich es nach Modell 108A aus der Burda Style 06/2016 in Größe 40.



Der Stoff ist ein Baumwollmischgewebe aus dem Kaufhaus in Ikatmuster. Laut Etikett beim Stoffkauf angeblich ein reiner Baumwollstoff. Da habe ich aber nach dem Zuschnitt so meine Zweifel, da er beim Ausfransen durchsichtige Fäden produziert, daher glaube ich eher, dass da noch was anderes mitverwoben wurde. Dennoch er trägt sich sehr angenehm, daher gehe ich jetzt mal hoffnungsvoll davon aus, dass zumindest der überwiegende Teil des Materials aus Baumwolle besteht.
Es ist leider kein echter Ikatstoff - bei diesem sind die Fäden ja abschnittweise durchgefärbt und das Muster entsteht beim Verweben. Im meinem Fall ist das Muster aufgedruckt, aber mir gefällt der Stoff mit seinen kühlen Blautönen.

Das Kleid ist verschlusslos - man zieht es unkompliziert über den Kopf - kein Problem durch den Ausschnitt mit Schlitz vorne, den eine schöne Blende schmückt.

Burda sieht weder im Zuschneideplan noch in der Anleitung vor, Einlage auf den unteren Teil des Schlitzes zu bügeln, ich habe es aber dennoch getan.



Für die Kleider oder die Tunika Modell 107 nach dem gleichen Schnitt, werden leichte Stoffe empfohlen. Man schneidet bei der Blende im Vorderteil schräg in den Stoff, um die Blendenstreifen nach innen zu ziehen. Ohne Einlage kann das leicht fransen oder ausreißen. Daher würde ich an solchen Stellen immer eine leichte Einlage zu Sicherheit aufbügeln. 


Man näht zunächst die Blendenteile etwa zur Hälfte aneinander, setzt sie in den vorgesehenen Schlitz ein und verstürzt dann den Ausschnitt mit einem Schrägstreifen.





Ich finde, das ergibt eine von beiden Seiten sehr schöne Ausschnittvariante.

Während des Nähens kam mir noch die Idee, den Ausschnitt mit etwas Glitzer aufzuwerten. Daher habe ich freihand entlang des Musters kleine Glasperlen und zartblaue Pailletten aufgenäht. Mir gefällt das Ergebnis richtig gut - sozusagen das Tüpfelchen auf dem i :)







Das Kleid hat seitliche Nahttaschen und die Ärmel haben einen kleinen Aufschlag. Dieser wird laut Anleitung nur umgebügelt. Ich habe ihn aber in der seitlichen Ärmelnaht mit ein paar Stichen fixiert. Seitlich am Kleid sorgen Schlitze für Bewegungsfreiheit.



Es ist ein schöner, bequemer Schnitt, den ich gerne zum Nachmachen empfehle.

Ich trage dazu entweder meine Paillettenespandrilles mit etwas Absatz oder ganz bequem meine Birkenstocks oder gehe - bei dieser Hitze am allerliebsten - barfuß :)





Nun kommt noch der Link zum sommerlichen Memademittwoch - wie immer wünsche ich euch eine schöne Woche!
Friedalene

Mittwoch, 24. Mai 2017

Yogahose

Ich bin zugegebenermaßen nicht die Sportlichste und vor die Wahl gestellt - eine Stunde Sport oder eine Stunde an der Nähmaschine - würde man mich zu 99% im Nähzimmer wiederfinden;) 
Aber ich habe vor einigen Jahren Yoga für mich entdeckt und das mache ich richtig gerne.

Und so habe ich mir fürs Yoga nun auch eine Yogahose genäht, die mir einfach schon durch die Farben und das Muster gute Laune macht: 




Der Stoff ist von Stenzo und vom Stoffmarkt.

Der Schnitt ist aus der Burda Style 01/2013 und ein Mix aus Modell 111/112. Die Taschen habe ich weggelassen. Genäht habe ich wie meist in Größe 40.

Am Schnitt selber habe folgende Änderungen vorgenommen:
Die Schnittlänge habe ich auf meine Körpergröße gekürzt.
Die hintere, mittlere Naht wurde um 2 cm verlängert und Bundlinie entsprechend angepasst, sowie mehr Nahtzugabe ab Oberschenkel Richtung Bund zugegeben, um die Hose optimal an meine Figur anpassen zu können.



Der Bund ist aus Strickbündchen. Allerdings habe ich noch ein 5 cm breites Gummiband mit eingezogen, was in der Anleitung so nicht vorgesehen ist.



Ein Bund aus Strickbündchen hält an sich ganz gut und trägt sich angenehm z.B. bei einer Pyjamahose, für die Übungen beim Yoga wollte ich aber etwas mehr Halt - schließlich will man zwischendurch nicht immer die Hose hochzuppeln müssen.


Die Nähte habe ich doppelt genäht: einmal mit einem leichten Zickzack-Stich und dann nochmals mit der Overlock - zu Sicherheit, um für den Sport möglichst viel Stabilität zu gewinnen.

Den ersten Tragetest hat die Yogahose schon bestanden - super angenehmer Stoff, der überhaupt nicht ausleiert, der Schnitt sitzt wunderbar und ich glaube, ich werden demnächst noch eine zweite Hose nach dem Schnitt nähen.

Hier gehts zum Memademittwoch :)
euch allen eine schöne Woche
Friedalene

Samstag, 20. Mai 2017

Hoodie

Als das schöne Wetter kürzlich mal wieder eine nass-kalte Pause eingelegt hat, habe ich einen Stoff im Stoffschrank wiederentdeckt. Der Stoff  - ein Sweat mit weißen Sternchen - entspricht sonst nicht ganz meinem Beuteschema. Vielleicht ein bisschen zu niedlich jenseits der 40? Aber dieser Stoff war so kuschelig und weich und ich wußte sofort, der muss mit! Was könnte daraus alles werden - eine Kuscheljacke, ein Bademantel, ein Pulli...?

Geworden ist es letztlich ein Hoodie mit Kapuze nach folgendem Schnitt: Modell 103 aus der Burda Style 01/2017.
 
Wenn Burda einen "lässigen" Schnitt anstrebt, fällt dieser meist groß aus und das ist auch hier der Fall. Das sollte man nicht meinen, wenn man die Passform am Burdamodell sieht, da wirkt er eher schmal - das ist er jedoch definitiv nicht.



Die Ärmel sind meiner Meinung nach im Verhältnis zum Gesamtmodell recht schmal geschnitten, aber um Brust und Hüften fällt der Hoodie eher groß aus.



Genäht habe ich in Größe 40. Es wirkt aber deutlich größer wie ich finde.


Ich würde den Schnitt das nächste Mal mindestens eine Nummer kleiner nähen.
Bei meinem eher dicken Sweatshirtstoff wirkt es so vielleicht einfach nur leicht oversize, bei einem dünneren Sommersweat hätte ich doch Zweifel, ob die Passform noch akzeptabel wäre.
Abgesehen davon, dass er zu groß ausfällt, ist es aber ein sehr schöner Schnitt und wirklich schnell und einfach zu nähen.

Die Kapuze wird eigentlich mit Stoff gedoppelt. Da mein Stoff ja so eine schöne flauschige Innenseite hat, habe ich darauf verzichtet und stattdessen auf die mittlere Naht der Kapuze einen Streifen Bündchenstoff aufgenäht:



Dazu habe ich die Nahtzugaben der Mittelnaht knappkantig zurückgeschnitten und auseinandergebügelt. Dann den Streifen aufstecken und die Streifenkanten um die Nahtzugabe einschlagen, feststecken und, damit beim Nähen nichts verrutscht, am besten auch heften.


Dann knapp entlang den Kanten feststeppen.
Ich habe einen weißen Oberfaden 



und einen roten Unterfaden gewählt.






Für den Kordeldurchzug habe ich anhand des Kapuzenschnitts einen Beleg konstruiert und ebenfalls aus dem rot-weißen Bündchenstoff genäht.




 Weiße Kordel und rote Stopper machen das Ganze komplett.

Obwohl etwas zu groß, gefällt mir mein Hoodie - ich habe schon Visionen wie ich beim nächsten Temperatursturz bei Milchkaffee, Schokokuchen und einem Lieblingsbuch in den Hoodie gekuschelt im Lesesessel sitze ... das hat doch was, oder?

Jetzt schließe ich mich der Linkparty "Ich habe ein Neues Schnittmuster probiert" bei Gabi / Die kreativen Adern an. 

Viele Grüße
Friedalene

Mittwoch, 3. Mai 2017

MMM - Motto Blüten

Geschafft - mein Blütenoutfit ist rechtzeitig fertig geworden - nur Stunden bevor der Mottotag beim Memademittwoch beginnt!

Passend zum Thema Blüten wurde dieser Stoff verarbeitet:




Er war ein günstiges Schnäppchen, der den Weg in meinen Stoffvorrat fand, weil mir das Muster und die Farben so gefielen. Nicht so ganz sicher war ich mir hinsichtlich der Stoffqualität - da bin ich normalerweise ein bisschen wählerischer. Schließlich sollen meine selbst genähten Teile auch möglichst lange getragen werden. Aber an manchen Stoffen kann frau einfach nicht vorbei...

Ich glaube, dass der Stoff bereits etwas verzogen auf die Stoffrolle aufgewickelt worden war, denn ich hatte ordentlich beim Zuschnitt zu kämpfen. 



Auf dem Foto kann man ganz gut erkennen, wie verzogen der Stoff teilweise war. Ich wasche meine Stoffe immer einmal durch und bügle sorgfältig, aber alles ließ sich so nicht mehr ausgleichen.

Es ist ein fließender Viskosekrepp, der gerne ausfranst



und die Stecknadeln hatten die Tendenz, irgendwie von ganz alleine wieder aus dem Stoff zu fallen - daher habe ich relativ viel geheftet. Aber die Mühe hat sich gelohnt, denn das ist nun daraus geworden:




Sieht fast wie ein Overall aus, oder? 



Es sind aber zwei Teile:
Die Hose ist eine Mischung aus den Modellen 114 und 115 aus der Burda Style 05/2015: Sie hat den festen Bund von Modell 115, aber die geschlossenen Bündchen von Modell 114.




Dazu kombiniert habe ich Modell 118 aus der Burda Style 04/2016:



Ich war mir hinsichtlich der Passform der Hose und ob mir dieser Schnitt überhaupt steht, lange Zeit nicht sicher. Außerdem ist diese Hose deutlich höher geschnitten, als ich sie normalerweise trage. Ein kleines Wagnis also. 

Anders als bei den Hosen, die ich während meines Hosenprojektes 2016 genäht habe und die alle an die Figur angepasst wurden, sitzt diese ja einfach locker und eine richtige Anprobe war erst möglich, nachdem der Bund an die obere Hosenkante geheftet war - da waren aber Eingriffstaschen und seitlicher Reißverschluss schon drin. Allerdings kam mir zugute, dass ich mittlerweile ziemlich genau weiß, wo ich was bei Burdahosenschnitten an meine Figur anpassen muss. 


Mal mit Oberteil über der Hose getragen


Aber - was soll ich sagen - sie trägt sich super! Sie fließt so schön um mich herum, wie ein Hauch und trotzdem fühle ich mich gut angezogen. Irgendwie vermittelt sie mir das Gefühl von Urlaub, Sonne, Strand oder einem lauen Sommerabend mit meinem Mann im Garten des Lieblingsrestaurants ... Gute-Laune-Kleidung eben :)

Ein paar Details zur Verarbeitung: Ich habe Nahtband auf die Nahtlinie, auf die der Reißverschluss aufgenäht werden sollte, aufgebügelt, um eine Ausreißen oder Ausdehnen des Stoffes zu verhindern.



Ich habe auch eine Sicherheitsnaht neben der eigentlichen Naht, mit der der Reißverschluss eingenäht wurde, angebracht.




Das hat sich als gute Idee erwiesen, denn der Reißverschluss sitzt so einwandfrei und komplett unsichtbar in der Seitennaht.



Die Bündchen habe ich zweimal genäht. Ich glaube eigentlich nicht, dass ich besonders dicke Füße habe, aber ich bekam das Bündchen bei den vorgesehenen Maßen für Größe 40 nicht über den Fuß.



Ich habe also das bereits fertig genähte Bündchen nochmals zugeschnitten - einfach mit der für den Rest der Schnittteile vorgesehenen Nahtzugabe von 1,5 cm je Kante in der Länge - also mit den Maßen 33 cm Länge und 17 cm Breite - und siehe da - es passte. 





Falls ihr also auch mal nicht-dehnbaren Stoff für ein Bündchen verarbeitet, wäre mein Rat, auf jeden Fall vorher zu probieren, ob das auch über den Fuß passt.

Das Oberteil lässt sich sehr gut nähen und ich habe schon eine weitere Variante aus Sommerleinen im Kopf. Ich finde, es hat eine schöne Länge und ist auch super bürotauglich.


Für berufliche Termine könnte man Hose und Top auch gut mit meinem schwarzen Kaufblazer und Pumps kombinieren:



Mein Top hat wie schon die Hose einen kleinen Akzent in Form einer Lurexborte bekommen - hier an den Armausschnitten:



Zum Top auch noch ein kleiner Tipp zur Verarbeitung der Armausschnitte: 

Die Anleitung sieht vor, die Nahtzugabe auf 1cm zurück zuschneiden, dann den Schrägstreifen aufzusteppen, dann die Zugaben nochmals zurück zuschneiden, Schrägstreifen nach innen wenden, bügeln und absteppen.
Ich habe die Nahtzugabe erst einmal belassen wie sie war und den Schrägstreifen einfach entsprechend nach innen versetzt aufgesteckt und gesteppt. Nachdem der Schrägstreifen aufgesteppt war, habe ich dann alles in einem Arbeitsschritt zurück geschnitten.

Ich finde, dass man so diesen Arbeitsschritt gerade bei leichten, fließenden Stoffen, die gerne wegrutschen und ausfransen, besser bewältigt. 

Den Saum habe ich wieder wie bei meiner Viscose-Seiden-Bluse beschrieben genäht, nur habe ich dieses Mal die Einlage weggelassen: Also ca. 5mm breit umgebügelt, gesteppt, Nahtzugabe zurück geschnitten, nochmals umgebügelt und abgesteppt. Das ergab einen schönen gleichmäßigen Saum. 

Zur Verarbeitung von Armausschnitten und Saum wollte ich eigentlich auch ein paar Bilder liefern, aber ich habe während dem Nähen die wunderbaren Podcasts von Muriel - Nahtzugabe 5 cm - gehört und war so vertieft, dass ich Armausschnitte und Saum in einem Rutsch genäht und die Fotos schlichtweg vergessen habe :)

Nun freue ich mich auf ein Blütenmeer beim Memademittwoch und wünsche euch allen eine sonnige Woche!

Herzliche Grüße
Friedalene