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Sonntag, 8. Januar 2017

Bluse in Arbeit - Hilfe und Tipps willkommen

Seit gestern ist eine neues Stück in Arbeit - eine Bluse nach Burda 11/2009 Modell 118.




Bisheriger Stand:




Für die Innennähte habe ich die französische Naht gewählt. Der Saum ist ebenfalls fertig, die Ärmel sind zusammengenäht.





Ich dachte eigentlich, dass das ein Selbstläufer wird - bis ich das Schnittteil und die Anleitung zum Kragen genauer betrachtet habe:




Wenn ich das richtig verstehe, bleibt der Kragen entlang der Vorderkante offen. Der Stoff wird dazu an der Umbruchkante nach innen gebügelt, geheftet und wird nach Fertigstellung nur noch durch die Naht, mit der der Kragen am Kragensteg befestigt wird, festgehalten, da ja die Heftfäden wieder rauskommen.

Mein Stoff ist jetzt nicht gerade bügelfreundlich. Kanten bekomme ich kaum reingebügelt. Daher habe ich Bedenken, dass mir das Innenleben - sprich der Umbruch - mit der Zeit nach aussen rutschen würde. Ich tendiere daher dazu, den Umbruch mit einer unsichtbaren Naht zu fixieren.

Außderdem sieht die Anleitung keinerlei Einlage für den Kragen vor. Dabei ist er auch noch im schrägen Fadenverlauf zugeschnitten. Hier habe ich mir überlegt, zumindest auf eine Kragenhälfte bis zu den Umbruchlinien dünne Vlieseline aufzubügeln.

Was meint ihr? Oder hat vielleicht sogar schon einmal jemand diese Bluse genäht und kann Erfahrungen mit mir austauschen?

Ich wäre für alle Tipps und Ratschläge offen!

Viele Grüße
Friedalene

Freitag, 6. Januar 2017

Patchworkdecke aus Jeanshosen - aus alt mach (nochmal) neu

Die Patchworkdecken, die ich aus alten Jeanshosen für meine beiden Söhne genäht hatte, kennt ihr ja schon aus diesem Post.

Leider war nun die Decke meines großen Sohnes in die Jahre gekommen. Die Nähte hatten sich teilweise gelöst, sie war stellenweise sehr ausgefranst und der Fleece auf der Rückseite hatte auch seine beste Zeit hinter sich.

Aber einfach wegwerfen - das überlegt man sich bei selbst genähten Stücken doch noch einmal. Ich habe mich lieber für eine Runderneuerung der Decke entschieden. 

Sie bekam eine neue, kuschelige Fleecerückseite und dieses Mal auch eine Umrandung aus Fleece. 



Die Decke wird dadurch griffiger und gleichzeitig knuffeliger.

Die ramponierten Nähte habe ich von zu vielen losen Fäden befreit und neu mit einem breiten Zickzackstich abgesteppt.
Zum Steppen habe ich alle meine Fadenreste, die sich so auf Fadenrollen oder Unterspulen angesammelt haben, verwendet. 


Die Farbwechsel sieht man auch auf der Rückseite, denn ich habe beim Absteppen den Fleece mitgefasst, so dass Ober- und Unterseite der Decke gut miteinander verbunden sind.

Der Wechsel unterschiedlicher Farbtöne passt, wie ich finde, gut zum Vintagelook der Decke.


So eine Decke finde ich ja immer ein bisschen schwierig zu fotografieren. Aber mein Mann sprang als "Deckenträger" für die Fotos ein.

Hier kommt sie nun also - die alte / neue Patchworkdecke aus alten Jeanshosen:


Nun wandert sie direkt wieder ins Zimmer meines Sohnes, der sie mir für die Bilder nur noch mal ausgeliehen hat ;)

Viele Grüße
Friedalene

Mittwoch, 4. Januar 2017

Mit Pyjama ins neue Jahr

Das alte Jahr ist vergangen und es hat mir einige schöne neue Näherfahrungen gebracht. Besonders mein Hosenprojekt begeistert mich nach wie vor: Dass ich meine Hosennähblockade überwinden konnte, freut mich immer wieder. Mein Wintermantel - Anfang 2016 genäht - begleitet mich auch durch diese kalten Tage und meine Viskose-Seidenbluse hat sich übers Jahr zu einem meiner Lieblingsstücke entwickelt.



Außerdem hatte ich letztes Jahr Gelegenheit, für meinen Mann und einige Freundinnen zu nähen - und nach langer Zeit auch wieder einmal Baby-Sachen. Daran hatte ich große Freude!



Das neue Jahr fing für mich gleich wunderbar an - mit einem Spaziergang mit meinem Mann durch die winterliche Landschaft am Neujahrsmorgen. Ich habe ein paar schöne Bilder gemacht, das Licht, der Rauhreif und die Stille... herrlich.










Außerdem habe ich endlich Urlaub und konnte somit den Wunsch meines Sohnes - nähst du mir einen kuscheligen Pyjama? - erfüllen.

Verwendet habe ich Baumwollflanell (von Alfatex), der innen schön aufgerauht ist, und verschiedene Sweatshirtstoffe aus meinem Stoffschrank. 




Es gibt zwei Oberteile, eines aus Sweatshirtstoff mit einer kleinen Brusttasche aus Karostoff und eines aus dem Karoflanell im klassischen Pyjamaschnitt. 






Ein bisschen geschummelt habe ich bei dem Foto - die Knopflöcher fehlen noch, aber die werden heute Abend noch genäht.




Genäht wurde nach Burda 9747. Ausgeschnitten habe ich den Schnitt in Größe 170. Meine Jungs sind sehr schlank, aber groß. Das bedeutet, dass mein Sohn lt. Größentabelle die Länge von Größe 170 braucht, aber in der Taille z.B. Gr. 134.

Bei einem Pyjama, der ja auch etwas weiter ausfallen darf, habe ich nicht so viel geändert. Ich habe etwas Weite weggenommen und auch die Hosenbeine werden erst einmal ein bisschen umgekrempelt.
Aber da mein Sohnemann gefühlt alle 3 Monate eine Kleidergröße überspringt, wird der Stoff, der jetzt noch lose sitzt, spätestens im Herbst wohl gebraucht werden.

Der Pyjama wird übrigens kaum noch ausgezogen - Praxistest also bestanden.


Nun wünsche ich euch allen von Herzen ein gutes neues Jahr 2017, Gesundheit, Glück und Zufriedenheit!

Viele Grüße
Friedalene

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Babyoverall 10550 von Minikrea

Kurz vor Weihnachten gab es schöne Nachrichten - eine Freundin bekam ein Baby - ein kleines, süßes Mädchen!

Wieder einmal eine schöne Gelegenheit, in ganz kleinen Größen zu nähen. Meine Freundin wünschte sich einen Overall - sanfte Farben, wenig rosa, vielleicht einen Stoff mit Sternen...?

Es wurde dann der Babyoverall von Minikrea, Schnittmuster 10550. Genäht habe ich in Größe 56/62, wobei der Schnitt meiner Meinung nach eher groß ausfällt.
Die Anleitung zum Schnitt ist ziemlich knapp gehalten. Ich habe den Overall gefüttert. 




Dazu fehlt jede Anleitung und wo sich die Vorderteile überlappen, wird es beim Nähen ein bisschen kniffelig. Daher würde ich den Schnitt eher denen empfehlen, die schon etwas Nähübung haben. Ansonsten ist der Schnitt einfach nur schön, oder was meint ihr?




Statt dem im Schnitt vorgesehen Verschluss mit Bindebändern habe ich mich für Druckknöpfe entschieden. Die Herzknöpfe haben mehr dekorativen Zweck - sie stammen noch aus dem Nähkästchen meiner Oma. Mich hat es sehr gefreut, dass sie nun so gut zum Overall gepasst haben.




Die Kapuze hat den gewünschten Stoff mit Sternen innen und als kleinen Farbklecks einen Paspel aus dem Bündchenstoff bekommen. Der ist rot-rosa geringelt.




Der Stoff ist ein Steppjersey vom Stoffmarkt und das Futter ist ebenfalls aus Jersey.

Da noch Stoff übrig war und kleine Mädchen ja keine kalten Hände bekommen sollen, habe ich noch ein paar Handschuhe genäht. Die kann man wahlweise mit dem weißen Steppjersey außen 





oder dem gepunkteten Jersey tragen.




Diesen Schnitt gibt es als Gratisdownload mit ausführlicher Anleitung bei Farbenmix.

Das war jetzt wohl der letzte Post für dieses Jahr. 
Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch und ein friedliches, schönes neues Jahr 2017!
Viele Grüße
Friedalene

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Hosenprojekt 2016 - Das wilde Ende

Im Januar hatte ich mein Hosenprojekt 2016 gestartet. Es galt meinen Widerwillen gegen das Hosen nähen zu überwinden und ich freue mich sehr - denn das habe ich tatsächlich geschafft.

Immerhin dauerte es bis Juni, bis die erste Hose fertig war: 



Dann folgte im Juli "die Schmale":



Und nun kommt zum Schluss meines Projektes Nummer drei - Modell 107 aus der Burda Style 11/2012. Hier ist sie - meine "Wilde" zum Abschluss des Hosenprojekts 2016: 



Kombiniert habe ich sie mal für euch mit meiner weißen Bluse und der Jacke meines gekauften Anzugs. Den Stoff für die Hose hatte ich beim Besuch des Stoffmarktes im Herbst entdeckt.

Die Hose sitzt eher hüftig, was ich sehr mag. Genäht habe ich in Größe 40/42 - wie immer bin ich oberhalb der  Knie auf Größe 42 gegangen, damit ich wieder Spielraum für Anpassungen habe. Das hat sich für mich bewährt, da ich ein paar Millimeter mehr an den Hüften brauche, als es die Größe 40 vorsieht. An den Beinen habe ich wieder einiges enger nähen müssen, aber ich habe lieber Spielraum für die Anpassungen, als dass ich dann an zu wenig Stoff für Änderungen verzweifle. Vor dem Zuschnitt werden die Teile vorab immer noch gekürzt. Eine Anleitung, wie man Schnitte kürzt oder verlängert, findet ihr zum Beispiel bei Burda.


Die rückwärtige Mittelnaht verlängere ich mittlerweile um 1-2 cm, da ich so besser an mein leichtes Hohlkreuz anpassen kann. Vor dem Nähen kam wieder die Dressur - das Dehnen oder Verkürzen von Nähten durch Bügeln. Allerdings muss man dabei bei einem Hosenstoff, der eher stretchig ausfällt, aufpassen, damit man nicht zu viel Weite herausholt. Um Querfalten unter dem Po möglichst zu vermeiden, habe ich wieder den Sattel vertieft - an dieser Stelle wie immer gerne der Hinweis auf Julias Tutorial zu Hosenanpassungen :)

Den Bund habe ich nicht in einem Stück angesetzt, sondern erst einmal die beiden Teile bis zur rückwärtigen Mittelnaht an die obere Hosenkante genäht und dann an der rückwärtigen Mitte meiner Figur angepasst. So steht der Bund im Rücken nicht ab.

 

Die Hose hat Hüftpassentaschen und wird mit einem Haken innen verschlossen:




Die Hosensäume habe ich von Hand genäht. Wer genau hinsieht, erkennt die kleinen Stiche, die so noch außen sichtbar sind.


Statt mit Jacke gefällt mit die Hose auch gut mit Bluse und Flechtgürtel aus Leder:



Im Stofflager wartet noch ein schöner Viskosejersey darauf, zu einem passenden Oberteil vernäht zu werden. Zusammen mit der grauen Flauschjacke soll das dann die lässige Variante, die Hose zu kombinieren, werden.

Jetzt geht es weiter zum Memademittwoch.

Euch allen eine gute Woche und noch eine schöne Adventszeit!
Viele Grüße
Friedalene

Freitag, 18. November 2016

Adventskalender für die Freundin

Was ist denn das für ein Sack?


 
Das ist eine Überraschung für eine liebe Freundin: Ich möchte ihr eine kleine  Freude machen und sie mit einem Adventskalender überraschen.



Für jeden Tag gibt es ein kleines Päckchen mit einer Überraschung - das kann was zum Naschen, zum Pflegen, eine selbst genähte oder gebastelte Kleinigkeit oder einfach nur ein Gedicht, ein Lieblingsplätzchenrezept oder ein guter Gedanke sein, der aufgeschrieben wurde.

Als Verpackung habe ich den Adventssack genäht. 

 
Was es so zu kaufen gab, hat mir nicht gefallen. Also habe ich ein schlichtes Säckchen aus Stoffresten des schwedischen Möbelhauses genäht.
Wenn dann alle Päckchen draußen sind, kann man es noch als Wäschesäckchen mit auf die Reise nehmen.


Ich selber gönne mir jedes Jahr den Kalender "Der andere Advent". Der bringt mich dazu, mir jeden Tag ein paar Minuten Zeit zu nehmen, um innezuhalten und mittlerweile freut sich die ganze Familie über die Texte und Gedanken, die uns durch die Adventszeit begleiten.

Wie geht es euch damit? Seid ihr schon in voradventlicher Stimmung?

Viele Grüße
Friedalene
 

Mittwoch, 9. November 2016

Grau und flauschig - und jede Menge Zeit für mich

Ich habe eine wunderbare Woche hinter mir - was hat man von den vielen Überstunden, wenn man sie nicht auch mal abbaut?
Deshalb habe ich mir eine Woche frei genommen - Zeit für meine Lieben, für Freunde, zum Wandern und Nähen und gute Sachen kochen und backen. Hinzu kam das tolle Wetter, Sonnenschein und die Farben des Herbstes (meine liebste Jahreszeit) ... Es war herrlich!


Genäht habe ich auch so einiges: 

Zwei Beanies und eine Schlafbrille für eine gute Freundin,


(die Rückseite ist aus einfarbig rotem Jersey)
ein graues Sweatshirt aus ganz softem gestepptem Rautensweatshirtstoff und eine Kuscheljacke in hellgrau für mich.



Der hellgraue Stoff der Jacke ist ein Doppelgewebe: Eine Seite feiner Jersey, die andere Seite ganz weiches kuscheliges Fell. Ein toller Stoff, der sich super verarbeiten ließ.

Genäht habe ich Modell 107 aus der Burda Style 01/2013. Ich habe den Schnitt von vorneherein deutlich gekürzt, da ich mit 1,62 m einfach nicht das Gardemaß der Burda habe und außerdem sollte die Jacke nicht unterm Mantelsaum herausschauen. 
Genäht habe ich wie immer in Größe 40. Leider fällt dieser Schnitt sehr, sehr groß aus. Ich habe deutlich Weite an Ärmel und Seitennaht wegnehmen müssen. Im nachhinein bin ich mir sicher, dass ich reichlich in eine Größe 36 gepasst hätte.

Aber egal - die Jacke ist toll geworden - ich trage sie unheimlich gerne:



In der Anleitung vorgesehen ist, dass die Jacke rundherum mit einer Blende eingefasst wird, die aus einem langen Streifen besteht. Ich habe zwei Streifen zugeschnitten, da mein Stoff aufgrund des Fells eine Strichrichtung hatte und ich wollte nicht, dass die Blende auf einer Jackeseite gegen den Strich verläuft. Außerdem sieht die Anleitung vor, dass die Blende zur Hälfte umgebügelt und dann direkt an die Kante genäht wird, d.h. diese Naht wäre sichtbar gewesen. Das wollte ich nicht. Ich habe daher nur eine Kante der Blende angesetzt, dann umbebügelt, die Nahtzugabe eingeschlagen und von Hand innen angenäht. Dadurch sieht das jetzt auch innen schön aus:



Hier kann man auch schön die beiden Stoffseiten erkennen. 

Die Ärmel habe ich auch von Hand umgenäht, eine Naht, die über das Fell verläuft, hätte mir nicht gefallen.



Mit der Länge bin ich auch sehr zufrieden, denn so passt die Jacke gut zu meiner Größe und die Proportionen stimmen.

Dazu gab es noch ein schlichtes, dunkelgraues Sweatshirt, genäht nach Modell 114 aus der Burda Style 10/2016. 


Hier mal in der Variante mit Umschlag am Ärmelsaum und einem weißen Langarmshirt darunter. Da ich eher verfroren bin, liebe ich den Lagenlook.



 Oder auch einfach ganz pur - mir gefällt die leichte Überlänge der Ärmel.

Obwohl ich auch hier in Größe 40 genäht habe, musste ich rein gar nichts anpassen. 
Ich kann den Schnitt nur wärmstens empfehlen. Er ist einfach zu nähen - ich war mit Schnitt kopieren, Zuschnitt und Nähen innerhalb eines Nachmittags fertig. Ich kann mir gut vorstellen, noch ein paar andere Varianten zu nähen.


Nun schnell zum Memademittwoch - mal sehen, welche herbstlichen Ideen dort warten:)

Euch allen eine schöne Zeit
wünscht Friedalene