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Freitag, 18. November 2016

Adventskalender für die Freundin

Was ist denn das für ein Sack?


 
Das ist eine Überraschung für eine liebe Freundin: Ich möchte ihr eine kleine  Freude machen und sie mit einem Adventskalender überraschen.



Für jeden Tag gibt es ein kleines Päckchen mit einer Überraschung - das kann was zum Naschen, zum Pflegen, eine selbst genähte oder gebastelte Kleinigkeit oder einfach nur ein Gedicht, ein Lieblingsplätzchenrezept oder ein guter Gedanke sein, der aufgeschrieben wurde.

Als Verpackung habe ich den Adventssack genäht. 

 
Was es so zu kaufen gab, hat mir nicht gefallen. Also habe ich ein schlichtes Säckchen aus Stoffresten des schwedischen Möbelhauses genäht.
Wenn dann alle Päckchen draußen sind, kann man es noch als Wäschesäckchen mit auf die Reise nehmen.


Ich selber gönne mir jedes Jahr den Kalender "Der andere Advent". Der bringt mich dazu, mir jeden Tag ein paar Minuten Zeit zu nehmen, um innezuhalten und mittlerweile freut sich die ganze Familie über die Texte und Gedanken, die uns durch die Adventszeit begleiten.

Wie geht es euch damit? Seid ihr schon in voradventlicher Stimmung?

Viele Grüße
Friedalene
 

Mittwoch, 9. November 2016

Grau und flauschig - und jede Menge Zeit für mich

Ich habe eine wunderbare Woche hinter mir - was hat man von den vielen Überstunden, wenn man sie nicht auch mal abbaut?
Deshalb habe ich mir eine Woche frei genommen - Zeit für meine Lieben, für Freunde, zum Wandern und Nähen und gute Sachen kochen und backen. Hinzu kam das tolle Wetter, Sonnenschein und die Farben des Herbstes (meine liebste Jahreszeit) ... Es war herrlich!


Genäht habe ich auch so einiges: 

Zwei Beanies und eine Schlafbrille für eine gute Freundin,


(die Rückseite ist aus einfarbig rotem Jersey)
ein graues Sweatshirt aus ganz softem gestepptem Rautensweatshirtstoff und eine Kuscheljacke in hellgrau für mich.



Der hellgraue Stoff der Jacke ist ein Doppelgewebe: Eine Seite feiner Jersey, die andere Seite ganz weiches kuscheliges Fell. Ein toller Stoff, der sich super verarbeiten ließ.

Genäht habe ich Modell 107 aus der Burda Style 01/2013. Ich habe den Schnitt von vorneherein deutlich gekürzt, da ich mit 1,62 m einfach nicht das Gardemaß der Burda habe und außerdem sollte die Jacke nicht unterm Mantelsaum herausschauen. 
Genäht habe ich wie immer in Größe 40. Leider fällt dieser Schnitt sehr, sehr groß aus. Ich habe deutlich Weite an Ärmel und Seitennaht wegnehmen müssen. Im nachhinein bin ich mir sicher, dass ich reichlich in eine Größe 36 gepasst hätte.

Aber egal - die Jacke ist toll geworden - ich trage sie unheimlich gerne:



In der Anleitung vorgesehen ist, dass die Jacke rundherum mit einer Blende eingefasst wird, die aus einem langen Streifen besteht. Ich habe zwei Streifen zugeschnitten, da mein Stoff aufgrund des Fells eine Strichrichtung hatte und ich wollte nicht, dass die Blende auf einer Jackeseite gegen den Strich verläuft. Außerdem sieht die Anleitung vor, dass die Blende zur Hälfte umgebügelt und dann direkt an die Kante genäht wird, d.h. diese Naht wäre sichtbar gewesen. Das wollte ich nicht. Ich habe daher nur eine Kante der Blende angesetzt, dann umbebügelt, die Nahtzugabe eingeschlagen und von Hand innen angenäht. Dadurch sieht das jetzt auch innen schön aus:



Hier kann man auch schön die beiden Stoffseiten erkennen. 

Die Ärmel habe ich auch von Hand umgenäht, eine Naht, die über das Fell verläuft, hätte mir nicht gefallen.



Mit der Länge bin ich auch sehr zufrieden, denn so passt die Jacke gut zu meiner Größe und die Proportionen stimmen.

Dazu gab es noch ein schlichtes, dunkelgraues Sweatshirt, genäht nach Modell 114 aus der Burda Style 10/2016. 


Hier mal in der Variante mit Umschlag am Ärmelsaum und einem weißen Langarmshirt darunter. Da ich eher verfroren bin, liebe ich den Lagenlook.



 Oder auch einfach ganz pur - mir gefällt die leichte Überlänge der Ärmel.

Obwohl ich auch hier in Größe 40 genäht habe, musste ich rein gar nichts anpassen. 
Ich kann den Schnitt nur wärmstens empfehlen. Er ist einfach zu nähen - ich war mit Schnitt kopieren, Zuschnitt und Nähen innerhalb eines Nachmittags fertig. Ich kann mir gut vorstellen, noch ein paar andere Varianten zu nähen.


Nun schnell zum Memademittwoch - mal sehen, welche herbstlichen Ideen dort warten:)

Euch allen eine schöne Zeit
wünscht Friedalene


Mittwoch, 26. Oktober 2016

Animalprint trifft Batik

Ende August in Baden-Baden habe ich ein neues Stoffgeschäft entdeckt. Da musste ich natürlich sofort nach neuen Stoffen stöbern und habe einen tollen Jersey entdeckt. Der Bonus: Zwei schöne Seiten - eine in Animalprint, eine in Batiklook und das Ganze in schönen Grau-Weiß-Tönen, also durchaus kombinationsfreundlich.

Natürlich sollte keine der Seiten einfach unentdeckt in der Innenseite eines Shirts verschwinden - das wäre viel zu schade gewesen! Daher habe ich mich für ein Wickelshirt (Modell 119) aus der Burda 10/2012 entschieden. 

Und so sieht das nun aus:




Die Bilder entstanden nach einem langen Arbeitstag im Büro, wobei sich das Shirt ausgesprochen angenehm getragen hat. Eigentlich laufen die Vorderteile sehr schön übereinander, so dass man wenig Einblicke gewährt, was ja bei manchen Wickelshirts durchaus ein Problem sein kann. Um ganz sicher zu gehen, müsste man die Vorderteile in der gewünschten Höhe mit ein paar Stichen zusammennähen. Ansonsten zeigt man eben mit der Zeit etwas mehr Dekolleté:




Mich stört das nicht weiter, da ich eh zur eher leicht frierenden Sorte Mensch gehöre und daher meist ein Shirt darunter trage, das darf dann gerne am Ausschnitt ein bisschen hervorblitzen. Eigentlich wollte ich rechts die Batikseite und links die Animalprintseite haben, dann habe ich mich aber beim Zuschnitt der Ärmel vertan - das soll ja auch schon anderen passiert sein... :)
So gefällt es mir aber auch ganz gut.

Zum Schnitt: Er ist leicht zu nähen. Er fällt aber deutlich weniger figurbetont aus, als es die Bilder in der Burda aussehen lassen.


Ich habe wie immer in Größe 40 genäht und finde die Passform für ein Wickelshirt im Vorderteil eher locker. Frauen mit etwas mehr Oberweite könnten möglicherweise Freude an dem Schnitt haben, denn durch die Falten gibt es einiges an Volumen im Vorderteil. Aber das ist eher eine Vermutung, das müsste man ausprobieren.

Ich habe mich auf jeden Fall den ganzen Tag über gut angezogen gefühlt und der Stoff gefällt mir nach wie vor ausgesprochen gut.

Nun verlinke ich mich seit langem mal wieder mit dem Memademittwoch. Das hat etwas gedauert, weil ich in letzter Zeit mehr für andere als für mich genäht habe. Ich freue mich aber wirklich sehr, mal wieder dabei zu sein und werde ausgiebig bei Tee und Kuchen auf den Seiten der anderen Teilnehmerinnen (und vielleicht Teilnehmer?) nach neuen Inspirationen stöbern.

Viele Grüße an euch alle, ich freue mich auf eure Kommentare und wünsche euch eine schöne Herbstwoche!
Friedalene

Sonntag, 9. Oktober 2016

Weste für Angler

Gestern Abend um kurz nach 11 Uhr wurde die Angelweste für meinen Mann fertig und heute früh am Morgen hat sie bereits den ersten Praxistest bestanden!


Wie bereits im letzten Post geschildert, hat die Weste 5 Taschen außen. Dazu hat sie auf Wunsch meines Mannes noch eine Innentasche mit Reißverschluss bekommen.


Sie ist innen mit dickerem grauen Sweatshirtstoff gefüttert.
Da der Schnitt ursprünglich kein Futter vorsieht, habe ich diese aus den Schnittteilen von Vorder- und Rückenteil zugeschnitten. Dazu habe ich die vorderen Belege und den Beleg für den Halsausschnitt vorher abgeschnitten. Ebenso wie die Blende für die Ärmellöcher, die ich selber eingezeichnet hatte.

Statt dem vorgesehenden Verschluss zum Knöpfen, bekam die Jacke einen verdeckten Reißverschluss.




Mein Mann ist auf jeden Fall rundum zufrieden mit der Jacke - und das ist in diesem Fall die Hauptsache :)

Und nachdem ich nun einige Teile für andere genäht habe, bin ich wieder an der Reihe: Als nächstes steht ein Wickelshirt auf dem Programm.

Viele Grüße
Friedalene

Sonntag, 2. Oktober 2016

In Arbeit: die Angelweste

Schon seit längerem wünscht sich mein Mann eine neue, selbst genähte Angelweste.
Sie sollte eher für kühlere Temperaturen geeignet, also gefüttert sein. Und das Wichtigste überhaupt - sie muss jede Menge Taschen haben. Außen und innen, am besten zum Verschließen.
Nun gibt es ja leider vergleichsweise wenig Herren-Schnittmuster und Angelwesten gehören sicherlich nicht zum gängigen Repertoire der Schnittmusterhersteller. So hat es einige Zeit gedauert, bis ich fündig wurde. In der Burda vom Dezember 2010 waren einige Seiten mit Geschenken zum Selbermachen und darunter auch ein Schnitt für eine legere Herrenweste:




Diesen Schnitt habe ich für meine Weste als Grundlage genommen und etwas ergänzt. So wird meine Version ein Innenleben aus dickerem Sweatshirtstoff in dunkelgrau bekommen. Außerdem werde ich die 5 Taschen außen mit zwei Innentaschen ergänzen und statt der Knöpfe vorne als Verschluss der Weste wird es wohl auf Wunsch meines Mannes einen Reißverschluss geben.

Als Stoff habe ich einen kakifarbenen festen Baumwollstoff genommen. Es ist ein recht zeitaufwändiges Projekt, denn ich komme mit dem Innenfutter auf etwa 40 Schnittteile. 
Das liegt auch am Aufbau der Taschen. Ich war froh, dass es eine Anleitung zum Nähen der Taschen im Heft gab. Wenn man das Prinzip dann einmal begriffen hat, geht es allerdings nach der ersten Tasche ganz problemlos.


Zuerst werden die Falten eingelegt und auf der linken Seite schmal abgesteppt.



So sieht das dann von rechts aus:


Das Faltenteil besteht aus zwei identischen Schnittteilen, die erst an der Innenkante zusammengenäht, gewendet und gebügelt werden (heller Stoff = rechte Stoffseite). Dann wird das zusammengenähte Faltenteil rechts auf rechts auf den Taschenbeutel gelegt und das untere Faltenteil auf den Stoffbeutel gesteppt. 


Nach dem Steppen wird wieder gewendet und gebügelt. So sieht dann die Tasche von vorne aus...


Was noch übersteht, ist das zweite Faltenteil.


Die Kante von Taschenbeutel und oberem Faltenteil wird schmal abgesteppt.


Die Nahtzugaben des zweiten, unteren Faltenteils werden umgebügelt. Für  schöne Rundungen habe ich die Nahtzugaben mit einem Faden zusammengezogen und gebügelt.



Dann werden die Tascheneingriffe noch umgebügelt und abgesteppt und die Tasche mit dem unteren Faltenteil auf die vorgesehene Stelle auf der Weste aufgenäht.



Taschenklappe mit Knopflöchern nähen, über den Taschenbeutel nähen, Knöpfe annähen. Fertig ist Tasche Nr. 1. 
Damit die Knöpfe stabil sitzen, habe ich einen Rest Stoff mit Vlieseline bebügelt und kleine Vierecke ausgeschnitten, die ich von links mit dem Knopf mit angenäht habe. 

Ein bisschen variiert habe ich auch bei den Taschen. Eine bekam statt eines Knopfes einen Lederbesatz mit einem kleinen Karabinerhaken.


Vorne gibt es außerdem noch eine kleinere Tasche.



Hinten eine große, geräumige Tasche mit seitlichen Taschenklappen.


Und so ist der heutige Zwischenstand:


Die Taschen außen sind fast komplett. Als nächstes stehen noch das Nähen von Beleg und Reißverschluss und das Zuschneiden von Futter und Innentaschen an (die sind im Schnitt ja nicht vorgesehen, da überlege ich mir noch, wie die aussehen sollen).

Ein bisschen hoffe ich deshalb auf herbstliches Schmuddelwetter (ideal um das Wochenende an der Nähmaschine zu verbringen ;)

Viele Grüße
Friedalene

Samstag, 10. September 2016

Babyjogging

Eine Kollegin bekommt bald ihr zweites Kind. Eine schöne Gelegenheit, mal wieder was "Kleines" zu nähen. Ich habe mich für einen Babyjogginganzug in Größe 74 nach einem Burdaschnitt (Nr. 9748) entschieden.

Ich muss sagen, das hat richtig Freude gemacht, mal wieder in Babygröße zu nähen. Vor allem der Stoff mit den Chucks hatte es mir angetan, der ist einfach zu schön und ich finde, er passt für Mädchen und Jungs.





Der Jogging war so ein Teil, bei dem ich während dem Nähen immer wieder Ideen bekam, die ich direkt umsetzte: Im Schnitt ist nicht vorgesehen, den Jogging zu füttern. Ich dachte mir aber, dass Overlock-Nähte auf zarter Babyhaut vielleicht nicht so angenehm oder etwas kratzig sein könnten, daher habe ich Hose und Jacke gedoppelt. Jetzt fühlen sich Jacke und Hose richtig schön knuffig an und haben ein schönes Innenleben.





Bei der Hose habe ich den innenliegenden Stoff nach außen umgeschlagen und damit Platz für den Gummizug und ein kleines Musterdetail am oberen Rand geschaffen.


In letzter Minute habe ich mich auch gegen einfarbige Bündchen und für die geringelten entschieden. Sie geben dem ganzen noch einen freundlichen Abschluss (außerdem habe ich ein Faible für Ringel...)





Nun hoffe ich natürlich, dass der Jogginganzug der Kollegin gefällt. Mal sehen... :)

Viele Grüße
Friedalene

Freitag, 26. August 2016

Sommerlich bunte Tupfenbluse aus Batist

Eine halbe Woche des Sommerurlaubs ist vorbei und ich bin endlich, endlich wieder zum Nähen gekommen. Dabei ist Modell 103 aus der BurdaStyle 05/2016 herausgekommen.



Der Stoff ist ein leichter, zarter Baumwollbatist mit - wie ich finde - wunderschön sommerlichen Farbtupfern. Gefunden habe ich den Stoff im Frühjahr auf dem Stoffmarkt.

Der Schnitt hat ein paar sehr schöne Details:

Bindebändchen am Halsausschnitt und als Abschluss der Ärmel



Falten an der vorderen 



und rückwärtigen Passe



und eine verdeckte Knopfleiste



Seiten- und Ärmelnähte habe ich mit französischer Naht genäht. Für die Ärmeleinsatznaht habe ich eine Technik, die ich in einem alten Nähbuch fand, verwendet. 


Dabei werden die  Ärmel ganz normal eingesetzt. Dann schneidet man die Nahtzugabe des Ärmels etwa auf die Hälfte zurück, legt die Nahtzugabe des Armlochs darum und näht diese mit feinen Handstichen entlang der eigentlichen Ärmeleinsatznaht fest. Damit kann man so feine Stoffe sehr schön versäubern. Man muss natürlich gerne von Hand nähen, was ich wirklich tue.

Hier habe ich die Bluse mal von links fotografiert, damit ihr das "Innenleben" sehen könnt:





Zur Anleitung noch ein paar Hinweise: Seltsamerweise verzichtet Burda völlig auf die Verwendung von Vlieseline oder anderer Einlage, obwohl die Stoffempfehlung "feine, leichte Blusenstoffe" lautet. 

Das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Daher habe ich entlang der vorderen, schrägen Ausschnittkante einen schmalen Streifen leichte Einlage aufgebügelt, ebenso wie auf den vorderen Besätzen. Man arbeitet hier Knopflöcher ein, die so einfach viel besser gelingen und schöner werden. Außerdem kam Einlage auf die Ärmelschlitze. Wenn man eine leichte Einlage für feine Blusenstoffe verwendet, gibt das Stabilität, ohne steif zu wirken und gerade an den Schlitzen besteht sonst aus meiner Sicht die Gefahr, dass diese leicht einreißen.

Die Einfassstreifen, die in Bindebänder am Halsausschnitt und an den Ärmeln auslaufen, sollen nach dem Einfassen im Bügelbruch festgesteppt werden. Das habe ich nur am Halsausschnitt so gemacht. Bei den Ärmeln habe ich lieber wieder von Hand genäht. Ich finde, das sieht einfach schöner auch auf der linken Seite aus. Aber das ist wohl einfach Geschmacksache.





Nun macht die Nähmaschine und der Blog eine kleine Sommerpause  - morgen geht es in Urlaub ans Meer!

Ich wünsche euch allen schöne, sonnige Tage!
Friedalene