Seiten

Mittwoch, 7. März 2018

MMM - Cheri

Gestern Abend ist sie fertig geworden, heute früh um 7 Uhr wurde noch schnell fotografiert, dann durfte sie mit ins Büro und nach einem langen Fortbildungstag, landet sie noch beim Memademittwoch: Meine neue Jacke - Cheri aus dem Hause La maison victor (Ausgabe 5 von 2015).

Genäht aus wunderbarem reinem Schurwollstoff. 
Ich habe ihn gewaschen und als er so nass auf dem Wäscheständer hing, konnte man die Wolle auch riechen. Der Stoff hat zwei schöne Seiten. Sehr gut, da die Jacke ungefüttert bleibt. Und er ließ sich einfach toll verarbeiten.



Verändert habe ich am Schnitt nichts. Genäht habe ich in Größe 40, was tadellos passt. 

Im Vergleich zu den Verarbeitungshinweisen habe ich nur Kleinigkeiten ergänzt:
- Die Schulternähte habe ich mit Nahtband verstärkt.
- Die vorderen Beläge von Hand angenäht
- Gürtelschlaufen ergänzt 



Okay, er ist nicht gerade ein Figurschmeichler. Aber das funktioniert bei kuscheliger Wolle wohl eh nur, wenn man sehr dünn ist.
Der Mantel trägt sich wunderbar und ich gefalle mir darin :)




Drunter trage ich eine gekaufte Bluse und Jacke und meine selbstgenähte "wilde" Hose, die ich schon kennt.



Nun verlinke ich noch schnell mit dem Memademittwoch - wie schön, dass ich es mal wieder geschafft habe.

Viele Grüße
Friedalene



Samstag, 3. März 2018

Favorit des Monats - Februar - Rock getigert

Mit etwas Verspätung fertig geworden - mein Beitrag zum "Favorit des Monats"-Linkup bei Sandra von Zufall wenn´s klappt.

Mir hat die Februar-Ausgabe der Burda je extrem gut gefallen. Ich werden sicherlich noch das eine oder andere Teil daraus nähen.

Vor einigen Wochen habe ich beim Bummeln einen Rock gesehen. Schlicht geschnitten, eng, vorne und hinten je zwei Abnäher und hinten einen Reißverschluss. Der Stoff war super - getigert! Ich war in Versuchung, das schöne Teil sofort zu kaufen, bis ich das Preisschild sah: Knapp unter 100 Euro. 
Das lies mich erst zögern und dann nach Stoff suchen. Ich habe was gefunden und für Modell 119 aus der Burda Style 02/2018 verwendet:




Genäht habe ich Gr. 40, Richtung Hüfte/Taille wie immer mit etwas mehr Nahtzugabe. Den Schnitt habe ich gekürzt, da ich kleiner bin als die vorgesehenen 168 cm. Der Rockstoff ist ein Baumwollstretch und auch für das Futter habe ich einen etwas stretchigen Stoff gewählt. 

Der Rock hat eine wirklich schöne Silhouette, ist nicht zu kurz geschnitten, also auch bürotauglich, und besticht durch besondere Details - seitlich eingesetzte Passen und einen Schlitz mit Faltenboden (hatte ich bisher auch noch nie genäht).



Um die seitlichen Passen zu nähen, muss man zuerst die Seitennähte schließen und dann die Passen einsetzen:




Bei Burda heißt es dazu in der Anleitung "Seitl. Passen oberhalb der Seitennähte ansteppen, Nahtzugaben in die Passen bügeln. Vord. und rückw. Abnäher steppen, fortlaufend die seitl. Passenkanten ansteppen. Abnähertiefen und Nahtzugaben zur Mitte bügeln." Alles klar?

Das Bild oben zeigt euch wie das nach dem ersten Schritt aussieht: Die Passe ist oberhalb der  Seitennaht festgesteppt. Wichtig: Ihr dürft nicht die seitlichen Nahtzugaben der Passe mit ansteppen. Die Naht beginnt bzw. endet am Abnäher (siehe blauer Pfeil). Das funktioniert nur dann richtig, wenn ihr den Verlauf der Abnäher sorgfältig markiert habt.



Ich habe auch noch die Abnäher mittig etwas eingeschnitten (grüner Pfeil). So habe ich ein schönes, faltenfreies Ergebnis erzielt.



Dann wird der Rock gefüttert. Aber Achtung: Die Anleitung zum Futter ist falsch! (Burda hat mir das auf Nachfrage bestätigt):

Ihr habt genau die gleichen Schnitteile für das Futter wie für den Rock nur ohne die Schlitzbelege. Dazu kommt noch der Besatz, den ihr aus dem Rockstoff näht.

Burda schreibt dann: "Die obere Futterkante rechts auf rechts auf die untere Kante der Besätze steppen. Nahtzugabe in den Futterrock bügeln".

Das würde nur funktionieren, wenn der Futterrock den Schnittteilen des Rocks abzüglich der Besatzbreite entsprechen würde. Das ist hier aber nicht der Fall!

So geht es richtig: Die Weite der Futteroberkante entspricht der oberen Besatz- und Rockkante. Ihr müsst daher den Besatz links auf rechts auf das Futter nähen. Dann wird der Beleg samt Futter rechts auf rechts an den Rock genäht. 

So sieht das dann nach dem Wenden innen aus:



Entlang des Reißverschlusses habe ich das Futter mit kleinen Rückstichen von Hand fixiert.




Auch den Saum von Rock und Faltenboden habe ich von Hand mit Blindstichen genäht.

Trotz der Anleitung, die mich einige Male grübeln ließ und so einfach Zeit gekostet hat, bin ich heute endlich fertig geworden und der Rock gefällt mir richtig gut!

Und jetzt gehts zu den übrigen "Favoriten des Monats Februar" bei Sandra.

Euch noch ein schönes Wochenende! Bleibt gesund!

Viele Grüße
Friedalene








Dienstag, 13. Februar 2018

Pulli in Rot - ohne Drapé

Nachdem mich der Pulli - vor allem wegen der "raffinierten" Schnittideen von Burda - schon beim Nähen gut unterhalten hat, bin ich jetzt mit dem Endergebnis sehr, sehr glücklich. 

Aber der Drapé-Effekt hat leider dran glauben müssen. Zur Erinnerung an den letzten Post zum Pulli hier nochmal die wunderbaren Seitenansichten mit der von Burda vorgesehenen "Drapé-Falte":

Falte nach oben - mein Fehler, das muss ich schon zugeben -


... selbstverständlich gehört die Falte nach unten und sieht dann so aus:


Ich finde es immer noch amüsant, wenn ich die Bilder anschaue.

Leider hat mich das Burda-Design in beiden Fällen nicht überzeugt, daher habe ich den Drapé-Effekt eiskalt durch eine Teilungsnaht ersetzt.

Meine Pulli-Variante sieht daher so aus:

Modell 128 aus der Burda Moden  01/2000 ohne Drapé, Gr. 40

Die Teilungsnähte laufen exakt aufeinander



Hinten hat der Pulli einen langen Reißverschluss.



Den Reißverschluss habe ich von Hand eingenäht, das gibt eine schönere Optik beim diesem Stoff - übrigens ein Schurwollstoff vom Lieblingsstand auf dem Stoffmarkt.



Den Kragenbeleg habe ich nicht aus dem Wollstoff, sondern aus einem Rest farblich passendem Viskosejersey zugeschnitten. Ich bin nicht empfindlich gegen Wollstoffe auf der Haut, aber am Hals ist der Jersey einfach doch angenehmer zu tragen.



Ärmelsäume und Saum habe ich von Hand mit Blindstichen gesäumt.



Tragefotos gibt es leider noch keine. Aber das hole ich noch bei Gelegenheit nach.

Ich freue mich schon, den Pulli zum ersten Mal auszuführen. Die Farbe macht mir einfach gute Laune :)

Viele Grüße und euch allen noch eine gute Woche!
Friedalene


Montag, 5. Februar 2018

Mika-Sweatshirt von Pattydoo

Mein Jüngster wünschte sich ein kuscheliges Sweatshirt. 

Farbe blau, ohne Schnickschnack, aber mit Kapuze und Tasche.

Den Stoff habe ich auf dem Stoffmarkt gefunden - dunkelblauer Alpenfleece.
Die Kapuze habe ich mit einem Rest Jersey gefüttert. Man könnte dazu auch den Sweatshirtstoff doppelt zuschneiden, aber das erschien mir bei diesem Stoff dann zu dick zu werden. Außerdem gefällt meinem Sohn und mir der dezente Farbkontrast.

Schnittmuster: Mika von Pattydoo.
Genäht habe ich in Größe 170.

Es ist mein erstes Schnittmuster von Pattydoo und ich bin sehr zufrieden.
Besonders die Passform finde ich klasse. Mein Sohn ist sehr schlank. Meist nähe ich ja nach Burdaschnitten und die fallen eher breit aus. Dagegen passt dieser Schnitt perfekt.
Die Anleitung war auch sehr gut verständlich mit vielen guten Tipps und einem Videotutorial, der für Anfänger sicherlich sehr hilfreich ist. Das alles zu einem wirklich günstigen Preis. Aus meiner Sicht also uneingeschränkt empfehlenswert.




Während des Nähens hat leider meine schon sehr alte Overlock den Geist aufgegeben. Aber mit der normalen Nähmaschine und der neuen Babylock Coverstich konnte ich das Sweatshirt trotzdem fertigstellen.


Meine Babylock habe ich ja erst seit letztem Herbst. Ich bin wirklich total glücklich mit dieser Maschine. Diese schönen Nähte... so macht das einfach Spaß!

Ich habe das Sweatshirt am Freitag in einem Rutsch genäht und mein Sohn hat es direkt nach dem letzten Stich angezogen und seither kaum noch ausgezogen. So muss das sein, oder? 

Mein Mann hat nun auch schon Bedarf angemeldet ;-) Er hätte gerne eine neue Sweatshirtjacke.

Viele Grüße
Friedalene

Sonntag, 4. Februar 2018

Lachen mit Burda

Schon ganz lange - nämlich seit 2000 - wartete dieser Schnitt darauf, endlich mal genäht zu werden:




Der sieht doch toll aus, oder?





Im Heft heißt es dazu "Aufgepeppt mit Turtleneck und Drapé-Effekt, ist es die modische Alternative zur Bluse."

Drapé-Effekt? Erst habe ich mal suchen müssen, dann verstand ich, dass das gar keine Teilungsnaht auf Taillenhöhe ist, sondern eine Falte.

Heute habe ich losgelegt und erstmal sah das richtig schön aus - von hinten!


Dann habe ich den "Drapé-Effekt" genäht und habe mich schlapp gelacht:


Voilà, le drapé! Ein Figurschmeichler, nicht wahr? ;-) 
Das geht aber noch besser, denn würde man sich bewegen, rutscht der Stoff vollständig nach unten.



Mein Mann nennt es das Hängebauchshirt. 
Wie kann man einen schönen Schnitt nur so verhunzen? Als Shirt für Schwangere vielleicht noch denkbar? Platz für einen kleinen Babybauch wäre auf jeden Fall. Aber ich bezweifele doch sehr, ob dieser Schnitt irgendeiner Frau schmeichelt. Welche Frau will denn, dass sich ausgerechnet vor dem Bauch der Stoff bauscht? Außerdem verliert das Teil völlig seine Balance, wie man an der Seitennaht gut erkennen kann.

Ich nehms mit Humor und werde nun einfach eine Teilungsnaht einbauen und damit das Shirt retten.

Viele Grüße und auch euch viel Spaß beim Nähen!
Friedalene


Ein kleiner Nachtrag zum Post am Montagabend:

Ich habe natürlich den Hinweis von Julia ernst genommen und die Falte am Bauch mal wie von Burda vorgesehen in die andere Richtung gelegt. Ich lasse jetzt einfach mal die Bilder sprechen... (mich erinnert das Ergebnis ja an dieses Tier, das die Australier so mögen und das sehr gerne hüpft :-)  ) 






Sorry, Burda, aber der Drapé-Effekt wird definitiv dran glauben müssen.

Viele Grüße
von einer lachenden
Friedalene



Montag, 29. Januar 2018

Rüschenpulli in Pastell

Rüschen gibt es eher weniger in meinem Kleiderschrank, aber je öfter man das eine oder andere "berüschte" Teil sieht, desto eher kommt man dann doch auf den Geschmack.

Modell 111 aus der Burda Style 12/2017 gefiel mir dann auch so gut, dass es auf die Nähliste kam. 

Genäht habe ich es schließlich mit einer kleinen Änderung: Die Rüschen am Ärmel waren mir einfach zu viel. Der Ärmelschnitt lässt sich aber für den Zuschnitt einfach zusammensetzen - somit eine einfache Anpassung an den eigenen Geschmack. 

Ich habe auch eine Nummer kleiner als sonst, nämlich in Gr. 38 genäht, da mir der Pulli an dem Model schon sehr weit vorkam, und das hat sich als gute Entscheidung herausgestellt.



Der Stoff ist ein federleichtes, kuscheliges Woll-Synthetik-Gemisch, was sich unglaublich angenehm trägt. Gekauft habe ich ihn in einem kleinen Stoffladen vor Ort, der leider Ende Februar schließt - wieder eine Möglichkeit weniger, vor Ort Stoffe zu kaufen. Ich muss mittlerweile schon zwischen 40 und 80 Kilometer zurücklegen, wenn ich schöne, wertige Stoffe kaufen und den Stoff vor dem Kauf in der Hand haben möchte.


Der Pulli lässt sich zu Hose und Rock gleichermaßen gut kombinieren.

Den Lederrock kennt ihr auch schon aus dem letzten Jahr.

Zu den Volants hätte ich noch einen Verarbeitungstipp für euch.

Burda lässt die Kanten unversäubert. 
Ich finde, dass das nicht mit allen Strickstoffen funktioniert oder spätestens nach den ersten paar Runden in der Waschmaschine vielleicht auch nicht mehr ganz so gut aussieht.

Ich habe die Kanten mit einem kleinen Zickzackstich versäubert und dafür an den Kanten  Solufix verwendet:


Einen schmalen Streifen Solufix zuschneiden und auf die Kanten kleben. 
Danach die Kanten versäubern. 


So sieht das dann auf den linken (oben) bzw. rechten Stoffseite aus:



Nun den Solufixstreifen mit warmem Wasser auswaschen.


Zum Vergleich seht ihr auf dem Bild den Unterschied, wenn die Kante ohne Solufix versäubert wird (oberes Stoffstück) oder wie es mit Hilfe von Solufix wird (unteres Stoffstück).

Und so sahen dann meine Rüschenteile nach dem Auswaschen auf der linken bzw. rechten Stoffseite aus:



Ich weiß nicht, ob es Solufix von verschiedenen Firmen gibt. Wenn ja, könnt ihr gerne einen entsprechenden Hinweis im Kommentar hinterlassen. Ich bin eher zufällig darauf gestoßen und finde das mal eine wirklich nützliche Entdeckung für mein Nähzimmer.

Meine Rüschen sehen auf jeden Fall auch nach ein paar mal Waschen immer noch schön aus.

Ansonsten hoffe ich ja, euch bald meine Samtjacke zeigen zu können: Ein Ärmel ist drin, das Innenfutter fertig, das Seidennähgarn für die Knopflöcher wurden geliefert - es fehlen allerdings noch die passenden Knöpfe. 
Und noch etwas fehlt in letzter Zeit - mir fehlt gerade die Energie für ein so anspruchsvolles Projekt. Es ist so viel außerhalb des Nähzimmers zu tun, dass ich nur noch im Schneckentempo voran komme. Na ja - alles hat seine Zeit.... ;)

In diesem Sinne wünsche ich euch allen eine schöne Woche!
Viele Grüße
Friedalene








Montag, 8. Januar 2018

Pretty in Pink

Der letzte Post ist schon eine Weile her, aber Weihnachten und der Start ins neue Jahr ließen irgendwie keine Zeit für PC und Co...

Aber ich wünsche euch allen - wenn auch mit ein bisschen Verspätung -  ein gutes neues Jahr, das euch all das bringen möge, was ihr euch so Gutes wünscht!

Ich durfte mal wieder was Kleines nähen. Und das hat mich umso mehr gefreut, weil ich damit eine ganz besonders liebe Freundin beschenken darf. Die hat das neue Jahr gut begonnen und eine Tochter zur Welt gebracht. Nach zwei tollen Jungs ist die Familie nun komplett. Gewünscht hatte sie sich was in rosa oder pink, aber bitte keine grellen, kitschigen Farben, sondern mehr so Richtung Beerentöne...

Ich glaube, ich habe die passenden Jerseystoffe gefunden :)

Genäht habe ich nach Schnitten aus der Burda Style 9/2013 - die Modelle 143, 144 und 146 in Größe 68.



Bluse mit Hose...



und Jäckchen. 

Die Farben von Bluse und Hose kommen ein bisschen zu grell auf den Fotos raus, in Wirklichkeit sind sie eher gedeckter. Aber wie ich das besser hinbekomme beim Fotografieren, habe ich noch nicht herausbekommen.

Das Jäckchen ist aus einem gesteppten Jersey mit zwei schönen Seiten.


Ich habe alle Nähte als Kappnähte genäht und mit einem Zickzackstich abgesteppt, damit es innen wie außen schön aussieht:



Eingefasst ist das Jäckchen mit dem Jersey aus dem auch die Hose genäht wurde - da könnt ihr den eigentlichen Farbton auch besser erkennen:


Geschlossen wird das Jäckchen mit Druckknöpfen, aber zur Zierde gabs noch ein paar Sternchenknöpfe dazu:


Die Bluse kann hinten komplett aufgeknöpft werden, das ist sicherlich praktisch beim Anziehen. Die Hose habe ich am Saum und an der Naht des rückwärtigen Sattels mit einer Herzchennaht verziert.





Alles drei zusammen sieht dann so aus:


Nun hoffe ich, dass meiner Freundin das Outfit fürs Töchterchen auch gefällt.

Viele Grüße
Friedalene